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Pedrosas Reifen defekt: Honda bittet zum Rapport: Nach Aragon-GP: Nachspiel für Michelin

Bild vergrößernDani Pedrosas Reifen waren nach dem Aragon-GP völlig hinüber
Dani Pedrosa war mit fehlerhaften Reifen auf verlorenem Posten: Statt Kampf um den Sieg nur P6. Doch mit Fallen der Zielflagge war die Sache noch nicht erledigt

Dani Pedrosa ist nach seiner bravourösen Siegesfahrt in Misano wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Der Repsol-Honda-Pilot spielte beim Aragon-GP keine Rolle im Kampf um den Sieg. Stattdessen kämpfte Pedrosa, ähnlich wie die beiden Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Michele Pirro, mit völlig stumpfen Waffen an der Reifenfront. Denn auch der Spanier erlebte im Motorland Aragon ein Reifenfiasko. Das hatte nach dem Rennen noch ein Nachspiel.

So wirkte sich das Reifen-Desaster auf Pedrosas Aragon-Rennen aus

"Schon ab der Einführungsrunde hat der Hinterreifen nur Ärger gemacht. Ich hatte überhaupt keinen Grip und bin viel herumgerutscht. Beim Beschleunigen habe ich viel verloren", machte Pedrosa seinem Ärger Luft. Doch nicht nur der Hinterreifen an Pedrosas Honda war fehlerhaft. Auch vorne erwischte der Spanier einen fehlerhaften Reifen. "Gegen Rennmitte hat sich auch der Vorderreifen verabschiedet. Ich musste schauen, wie ich das Rennen überhaupt beenden kann", so ein frustrierter Pedrosa.

Im Dreikampf um Platz fünf war Pedrosa damit chancenlos. In Runde 17 schließlich schaffte es Crutchlow vorbei. Bis der Zielstrich das nächste Mal überquert wurde konnte der Brite schon sechs Zehntel Vorsprung auf Pedrosa herausfahren. Auch Aleix Espargaro schaffte es anschließend an Pedrosa vorbei, doch den Suzuki-Pilot konnte er nochmal in die Schranken weisen. Dafür musste Pedrosa wegen der kaputten Walzen über sich hinauswachsen: "Ich musste Cal ziehen lassen. Das Rennen zu beenden war schwierig, ich bin in jeder Kurve fast gestürzt."

Weil Pedrosa eben dieses hohe Risiko bis zum Schluss gehen musste, konnte er sich nach dem Rennen auch nichts vorwerfen: "An mir hat es heute nicht gelegen, und ich bin sehr selbstkritisch." Zustimmung erfährt Pedrosa im Übrigen von Reifen-Monopolist Michelin höchstpersönlich. Für Michelin selbst befanden sich die betroffenen Reifen an Pedrosas Honda "außerhalb der Norm", wie es hieß. Trotzdem kochten wohl die Emotionen im Honda-Lager nach dem Rennen hoch.

Nach dem Rennen: Honda bittet Michelin und Dorna zum Rapport

Honda berief ein Meeting ein, an dem neben Shuhei Nakamoto und Livio Suppo auch Nicolas Goubert von Michelin und Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta teilnahmen. HRC bat Goubert und Ezpeleta zum Rapport und forderte gleichzeitig eine Garantie ein, dass Michelin keine derart fehlerhaften Reifen mehr zur Verfügung stellt. "Das Meeting wurde einberufen, damit so etwas nicht nochmal vorkommt", lautet Pedrosas lapidarer Kommentar dazu.

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