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Rossi am Freitag weit hinter Lorenzo zurück: Mehr für Rennen gearbeitet

Bild vergrößernValentino Rossi war am Freitag gegen Lorenzo chancenlos
Valentino Rossi beendete den Freitag in Aragon als guter Zweiter, der Rückstand auf Lorenzo glich dennoch einer Ohrfeige. Rossi hat aber eine Erklärung parat.

Man hat sich mittlerweile schon fast daran gewöhnt, Valentino Rossi am Freitag eines Rennwochenendes irgendwo im Niemandsland der Zeitenliste suchen zu müssen. Ganz anders sah das am ersten Trainingstag in Aragon aus. Rossi belegte in den beiden Sessions die Ränge drei am Vormittag und zwei am Nachmittag. Während sich die Positionen des Weltmeisterschaftsführenden dieses Mal also durchaus sehen lassen konnten, war der zeitliche Rückstand auf Titelrivale Jorge Lorenzo einmal mehr gewaltig. Am Ende des Tages trennten die beiden Yamaha-Teamkollegen 0,683 Sekunden - eine kleine Welt.

"Jorge hat für seine schnellste Runde den idealen Zeitpunkt erwischt und in allen Sektoren das Maximum herausgeholt. Seine Rundenzeit ist schon etwas beunruhigend", musste Rossi am Freitagabend zugeben. Allzu große Sorgen bereitete ihm der Rückstand dann aber doch nicht, denn der neunfache Weltmeister kennt sowohl die Stärken als auch die Arbeitsweise Lorenzos. Im Vergleich mit seinem Wochenendplan sieht Rossi durchaus auch Vorteile bei sich selbst: "Jorge ist über eine schnelle Runde immer sehr stark, aber was die Pace für das Rennen angeht, liege ich nicht so weit zurück. Mir ist nämlich keine ideale Runde gelungen und ich habe heute sicher schon mehr für den Sonntag gearbeitet als er."

Rossi kennt seine Schwächen

Wo es für ihn noch Aufholbedarf gibt, weiß Rossi genau. Vor allem im engen zweiten Streckenabschnitt lässt er gegenüber Lorenzo Zeit liegen. "Wir müssen weiter hart arbeiten und versuchen, uns in diesem Sektor zu verbessern. Vor allem beim Anbremsen sollten wir noch zulegen, um tief in die Kurven reinbremsen und dennoch agil sein zu können", glaubt Rossi. Dass es eines hartes Stück Arbeit werden wird, Lorenzo an diesem Wochenende im Zaum zu halten, ist dem Italiener aber völlig klar: "Ich muss im Qualifying sicher viel riskieren. Vielleicht kann ich dann ja die perfekte Runde, die mir heute nicht gelungen ist, nachholen."

Ein Erfolgserlebnis an diesem Freitag war für Rossi auf jeden Fall die Tatsache, dass er beide Werks-Hondas hinter sich lassen konnte, die in den vergangenen Jahren in Aragon stets dominiert hatten. Den Grund hierfür sieht er in der umfangreichen Testarbeit, die Rossi mit seinem Team hier in dieser Saison bereits geleistet hat. Jeder Werksrennstall darf pro Jahr eine Strecke auswählen, auf der fünf Tage lang getestet werden darf. Im Fall von Yamaha war das Aragon. "Wir haben uns für Aragon als Teststrecke entschieden, weil wir hier in der Vergangenheit immer große Probleme mit der Yamaha hatten", erklärt Rossi. "Der Start in das Wochenende war somit natürlich deutlich einfacher für mich, weil ich schon mit einer guten Basisabstimmung beginnen konnte. So war es mir möglich, im Training sehr stark zu sein."

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