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Suzuki-Duell erfreut die Fahrer: Zweikampf um Platz zehn

Bild vergrößernAleix und Maverick duellierten sich bis zum Zielstrich
Aleix Espargaro und Maverick Vinales gerieten sich am Sachsenring ins Gehege. Das Rennwochenende war aber für beide frustrierend.

Beinahe Rad an Rad überquerten Aleix Espargaro und Maverick Vinales am Sachsenring die Ziellinie. Exakt 0.021 Sekunden trennten das Suzuki-Duo am Ende. Ein Kampf, der nicht nur den Fans, sondern auch den beiden beteiligten Fahrern Laune machte.

"Ein netter Kampf", bemerkte der unterlegene Vinales nach dem Rennen. Bis kurz vor dem Zielstrich hatte es so ausgesehen, als könnte der Rookie zum ersten Mal seinem Teamkollegen ins Ziel kommen. Doch Vinales verbockte sich diesen Triumph selbst, wie er zugab: "Ich konnte Aleix auf dem Bergab-Stück überholen, dann habe ich aber die letzte Kurve zu spät angebremst und schlecht beschleunigt. Damit konnte er mich noch einholen."

Für Espargaro war dieser Zweikampf nicht wie jeder andere. "Es ist wichtig, vor dem Teamkollegen zu bleiben, weil er die gleichen Waffen hat", gestand der Spanier, der sich über sein tolles Manöver in der finalen Kurve freute: "Mir unterlief ein Fehler in Kurve 12. Ich habe extra hart gebremst, um ihm die Tür zuzuwerfen. Er hat mich aber beim Beschleunigen überholt, deswegen musste ich hart in die letzte Kurve bremsen. Ich war dann innen und konnte einen klassischen Sachsenring-Move zeigen."

Duell zu weit hinten

Allerdings waren sich beide Suzuki-Fahrer einig, dass ein teaminternes Duell um Rang zehn nicht das Gelbe von Ei ist. "Es wäre schöner, wenn wir solche Kämpfe weiter vorne ausfechten könnten", sagte Vinales. Espargaro pflichtete ihm bei: "Wir waren viel zu weit weg von der Spitze." Denn am Ende fehlten satte 37 Sekunden auf die Siegerzeit von Marc Marquez und 17 Sekunden auf einen Platz in den Top-5.

Für Suzuki lief es am Sachsenring von Beginn an nicht rund. Sowohl Vinales als auch Espargaro kämpften ab der ersten Session mit der richtigen Abstimmung der Motorräder. Bei Espargaro kam zudem ein Sturz im Training, bei dem er sich die Hand leicht verletzte, und ein Defekt im Warm-Up dazu. "Es war das schlechteste Rennen der Saison. Ich ärgere mich über dieses Wochenende", sagte er.

Auch Vinales war mit dem Verhalten seiner GSX-RR nicht vollauf zufrieden. "Die Beschleunigung war das Problem. Wir hatten in dieser Phase viel zu wenig Grip. Das ist seltsam, denn wir hatten hier die gleichen Reifen wie in Assen, wo es dieses Problem nicht gab", ärgerte sich der Rookie. Zwar habe man die Probleme mit dem Vorderrad in den Griff bekommen, dafür tauchten nun neue Komplikationen am Heck auf. "Das Gefühl in den engen Kurven ist ein komplettes Desaster", sagte Espargaro.

Vor der Sommerpause steht für beide Fahrer noch ein Test in Misano auf dem Programm. Da Suzuki keine neuen Teile bringen wird, geht es rein um die Abstimmung des Motorrads. Denn zuletzt ging die Schere zwischen der Spitze und Suzuki wieder ein wenig auf.

© MotoGP und Motorrad News von Motorsport-Magazin.com

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