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So raste Rossi in Assen zur Pole: Alle Faktoren spielen zusammen

Bild vergrößernValentino Rossi zeigte in Assen, dass er auch im Qualifying schnell sein kann
Valentino Rossi legte in Assen seine Qualifying-Schwäche eindrucksvoll ab. Hierfür mussten einige Dinge zusammenspielen. Wir zeigen euch, welche das sind.

Er ist kein großartiger Qualifyer, dieser Valentino Rossi. Das war er auch noch nie. 110 Grand-Prix-Siege bei nur 61 Pole Positions untermauern diese Einschätzung. Seit der Einführung des neuen Qualifying-Modus 2013 hatte Rossi aber noch größere Probleme. In 43 Qualifyings unter diesem System fuhr er vor diesem Rennwochenende lediglich sieben Mal in Reihe eins, die Pole Position gelang ihm nur im Vorjahr beim Valencia-Grand-Prix. In dieser Saison war seine beste Startplatzierung ein vierter Rang in Jerez, meist ging Rossi von Reihe drei aus ins Rennen.

Nun raste er in Assen plötzlich zu einer eindrucksvollen Pole Position und pulverisierte den Rekord von Casey Stoner aus dem Jahr 2012 um rund 1,1 Sekunden. Wieder einmal zeigte es der Altmeister all seinen Kritikern. "Das ist extrem wichtig für mich", freute sich der Doktor. "In dieser Saison war ich immer nur im Rennen konkurrenzfähig, aber nie im Qualifying. Es war ja nicht nur so, dass ich keine Pole Position geschafft habe. Ich bin nicht einmal in die erste Reihe gekommen. Wenn man von so weit hinten startet, wie ich oft, dann kann man schon auch ein gutes Resultat erzielen, aber es ist eben viel schwieriger. Man muss stark fahren und auch ein wenig Glück haben."

Darauf muss der Yamaha-Pilot in Assen nun nicht hoffen. Doch wie war diese plötzliche Leistungsexplosion im Qualifying möglich? Nach seiner Fabelrunde machte Rossi fünf wesentliche Gründe fest:

Das Setup

An den sieben bisherigen Rennwochenenden dieser Saison brauchte Rossi stets sehr lange, um die richtige Abstimmung für seine Yamaha M1 zu finden. In den Trainings und vor dem Qualifying gelang ihm das oft nicht, teilweise fanden er und seine Crew erst am Sonntag die passende Lösung und konnten so im Rennen Schadensbegrenzung betreiben. Ganz anders die Situation in Assen. "Ich habe mich hier vom ersten Training an sehr wohl gefühlt auf dem Motorrad", erläutert Rossi. "Wir haben bei den Testfahrten ein paar Dinge ausprobiert die sehr gut funktionieren. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, mich besser auf das Qualifyings vorzubereiten und dort stärker zu sein."

In die Hände spielte ihm dabei auch, dass er in Assen kein völlig neues Setup erarbeiten musste, sondern größtenteils auf das vor zwei Wochen in Barcelona verwendete zurückgreifen konnte. "Dort haben wir viel an der Balance des Motorrads gearbeitet und ich hatte schon dort ein gutes Setup, konnte es im Qualifying aber leider nicht nützen. Im Rennen war ich dann schnell und seitdem haben wir nicht viel verändert", verrät der Tüftler. "Wir konnten also bereits auf zwei Strecken mit einer sehr ähnlichen Abstimmung fahren, was sehr wichtig für uns ist."

Das Chassis

Zu Rossis Glück funktionierte das Setup aus Barcelona in Assen also sehr gut, obwohl man hier mit einem neuen Chassis, das erstmals bei den Testfahrten in Aragon in der Zwischenzeit erprobt wurde, in das Wochenende ging. Rossi fühlte sich damit sofort pudelwohl, auch wenn er zunächst an der Sinnhaftigkeit dieses neuen Modells zweifelte. "Als mir das Team gesagt hat, dass wir dieses neue Chassis bekommen, war ich ehrlich gesagt etwas misstrauisch, denn das bisherige hat schon sehr gut funktioniert", gesteht der Routinier.

"Das Ziel war es, die Fahrbarkeit des Motorrads noch einmal zu verbessern. Außerdem wollten wir mehr Grip generieren, wenn der Reifen bereits einige Runden auf dem Buckel hat", schildert Rossi die Überlegungen der Ingenieure bei Yamaha. Die positive Überraschung folgte allerdings prompt: "Als ich das neue Chassis dann probiert habe war es tatsächlich viel einfacher zu fahren." Diese Gutmütigkeit des Motorrads in Verbindung mit dem schnell gefundenen Setup ist sicherlich der Hauptgrund für Rossis überzeugende Pace an diesem Wochenende.

Die Strecke

Valentino Rossi und der TT Circuit von Assen - das ist eine große Liebesgeschichte. Acht Mal hat er hier bereits gewonnen, nur in Mugello und Barcelona stand er öfter ganz oben auf dem Podium. In den Niederlanden feierte Rossi 2013 auch seinen ersten Sieg nach der Rückkehr zu Yamaha – der Startschuss zu seiner zweiten ganz großen Ära in der MotoGP. "Ich fühle mich auf dieser Strecke immer sehr wohl und die Yamaha funktioniert hier ausgezeichnet", machte er am Freitag keinen Hehl aus seiner Vorliebe für den Kurs.

Doch nicht nur das schnelle und flüssige Layout der Strecke gefällt Rossi. Auch die Kulisse in Assen spornt ihn zu wahren Höchstleistungen an. "Es war großartig, die Freude der Fans zu sehen", lässt er den Moment beim Überqueren der Ziellinie Revue passieren, als die '1' neben seinem Namen aufleuchtete. "Hier in Assen herrscht eine ganz besondere Stimmung. Schon am Donnerstag und Freitag sind viele Leute an der Strecke. Da ist es großartig, auf Start und Ziel einzubiegen und die Menschen im Blick zu haben. Ich möchte mich bei den Fans bedanken." Das machte er schon direkt am Ende des Qualifyings, als er mit einem atemberaubenden Wheely die gesamte Start-Ziel-Gerade hinunterraste.

Die Reifen

Erstmals in dieser Saison brachte Bridgestone in Assen Reifen an die Strecke, die an der Kante über keine weichere Gummimischung im Vergleich zum Rest der Lauffläche verfügen. Eine Überraschung für die Fahrer, mit der manche ganz und gar nicht zurechtkommen. Vor allem Jorge Lorenzo machte seine Probleme schon am Donnerstag daran fest, doch auch Marc Marquez und Aleix Espargaro äußerten offen Kritik am exklusiven Reifenlieferanten der MotoGP.

Valentino Rossi hingegen zeigte sich von den veränderten Rahmenbedingungen völlig unbeeindruckt. "Die Reifen sind von Wochenende zu Wochenende immer etwas unterschiedlich. Meistens ist die Kante weicher, hier nicht. Bridgestone trifft diese Entscheidung anhand der zu erwartenden Temperaturen und den Daten aus den letzten Jahren. Sie werden sich schon etwas dabei gedacht haben", nahm er die Japaner in Schutz. "Ich persönlich spüre keinen großen Unterschied zu den bisherigen Reifen in dieser Saison und fühle mich auch hier wohl."

Die Taktik

Dass ihm der 2013 eingeführte Qualifying-Modus mit einer nur 15-minütigen Session zur Bestimmung der ersten zwölf Startplätze gar nicht zusagt, hat Valentino Rossi bereits mehrmals erklärt. Er brauche einfach ein paar Runden zum Aufwärmen, bis er dann einen ganz schnellen Umlauf hinlegen könne, meinte er. Genau das gelang ihm in Assen, so gut es in 15 Minuten eben geht.

Rossi fuhr in der Viertelstunde Q2 neun gezeitete Runden, davon gleich fünf beim ersten Outing und vier in seinem zweiten Run, der ihm schließlich die Pole Position einbrachte. "Ich habe versucht, länger auf der Strecke zu bleiben und mehr Runden zu fahren", bestätigte der 36-Jährige. "Hier geht das, weil eine Runde nicht so lang ist. Anscheinend hat es ganz gut funktioniert."

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