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Fenati gewinnt unglaubliches Le Mans-Rennen: Bärenstarke Leistung von Kent und Öttl

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Ein Wahnsinnsrennen zeigten die Moto3-Jungs in Le Mans. Romano Fenati hatte am Ende das glücklichste Händchen. Kent und Öttl sind aber die Männer des Rennens.

Ein Unfall in Kurve eins, eine irre Aufholjagd von Danny Kent, eine grandiose Leistung von Philipp Öttl, und ein Kampf um den Sieg auf Messers Schneide: Das Moto3-Rennen in Le Mans bot wieder einmal Rennsport in allen Facetten. Kent lag bereits nach zwei Runden von Startplatz 31 aus wieder in den Punkterängen und war am Ende mitten im Kampf um den Sieg. Öttl hatte Pech und wurde in den Vorfall in der ersten Schikane reingerissen, fuhr trotzdem in die Top-10.

Durchgesetzt hat sich am Ende Romano Fenati. Der Italiener aus dem Team von Valentino Rossi konnte sich den Erfolg in einem dramatischen Schlusskampf sichern. Mit Enea Bastianini und Francesco Bagnaia auf Platz zwei und drei war das Podium fest in italienischer Hand. Kent begnügte sich in der heißen letzten Runde mit Position vier nach einer unfassbaren Aufholjagd.

Bereits beim ersten schnellen Knick ging einiges schief: Brad Binder und Remy Gardner berührten sich, rutschten geradeaus Richtung Schikane und trafen noch andere Konkurrenten, die im Begriff waren, einzulenken. Den Sprint zur ersten Schikane gewann Niccolo Antonelli, der vor Francesco Bagnaia einbog. Danny Kent legte eine fulminante erste Runde hin, beim ersten Durchfahren der Ziellinie war der WM-Leader bereits 17. Schon nach zwei Runden konnten die ersten Fünf, Antonelli, Bagnaia, Romano Fenati, Jakub Kornfeil und Fabio Quartararo, eine erste Lücke öffnen.

Kent schnell in den Punkterängen

Kent schnitt indes weiter durchs Feld. Am Ende der dritten Runde war der Brite bereits als 13. in den Punkten, während sich vorne die Lücke hinter den Top-5 wieder schloss. In Runde fünf ging Jorge Navarro zu Boden, der Spanier blieb aber unverletzt. Vorne setzte sich Fenati langsam von seinen sieben Verfolgern ab, während Kent mittlerweile Andrea Migno für Platz neun passierte.

Nach vorne auf die Spitzengruppe hatte Kent aber fast drei Sekunden Abstand. Unterdessen haben die Verfolger wieder den direkten Anschluss zu Fenati hergestellt. In Runde neun übernahm Enea Bastianini die Führung in der zweiten Schikane, Fenati konterte aber wieder auf Start-Ziel. Das gleiche Spiel einen Umlauf später - nur dass Fenati schon im S hinter dem Fahrerlager die Führung zurückerobert.

In Runde elf beendete Jules Danilo seinen Heimat-GP im Kiesbett. Vorne schloss Kent immer mehr zur Spitzengruppe auf. Dem Leopard-Pilot fehlten nur noch 1,4 Sekunden. Zwei Runden später war Kent schon direkt im Windschatten von Vordermann Isaac Vinales. Kurz darauf zog Kent vorbei auf Platz acht. Acht Runden vor Schluss war Kornfeil fällig, Kent war also schon Siebter.

Der Kampf spitzt sich zu

Sieben Runden vor dem Ende übertrieb es Fabio Quartararo: Der junge Franzose verabschiedet sich per Highsider ausgangs der ersten Schikane aus dem Kampf um die Spitze! Glücklicherweise konnte Quartararo die Unfallstelle unverletzt verlassen. Sein Unfall hat aber hinter Fenati, Bastianini und Bagnaia eine kleine Lücke gerissen. Kent übernahm von Antonelli die vierte Position und machte sich an die Verfolgung des Spitzentrios.

Vier Runden vor Schluss hat Kent den direkten Anschluss zu den ersten Drei geschafft. In der drittletzten Runde ging der Brite an Bastianini vorbei, während sich Bagnaia an Fenati vorbei in Führung kämpft. In den letzten Runden wechselten die Positionen ganz vorne unzählige Male. Den entscheidenden Vorteil in der letzten Runde sicherte sich aber Fenati, der den Zielstrich als Erster überquerte vor Bastianini, Bagnaia und Kent.

Ein bärenstarkes Rennen zeigte neben Kent auch Philipp Öttl: Von ganz hinten war der Deutsche ein Leidtragender der Kollision in der ersten Schikane. Öttl musste ausweichen, kämpfte sich aber mit sehr guten Rundenzeiten Platz um Platz nach vorne. Seine Leistung und die späten Ausfälle von Alexis Masbou und Niklas Ajo beförderten Öttl am Schluss auf Rang zehn.

Antonelli sah die Zielflagge als Fünfter, dicht gefolgt von Jakub Kornfeil und Isaac Vinales. Miguel Oliviera kam als Achter ins Ziel, vor Andrea Migno. Philipp Öttl holt sich als Zehnter sechs Punkte, dahinter überquerten Hiroki Ono, Juanfran Guevara, Livio Loi und Zulfahmi Khairuddin den Zielstrich. Der letzte Punkt geht an Team Italia-Pilot Stefano Manzi.

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