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Rossi siegt nach Berührung mit Marquez: Weltmeister stürzt nach Kollision

Bild vergrößernValentino Rossi fuhr mit einer taktischen Meisterleistung zum Sieg
Valentino Rossi feierte im Argentinien-GP seinen zweiten Saisonsieg. Er kollidierte in der Schlussphase mit Marc Marquez, der stürzte und ausschied.

Unglaubliche Dramatik im Grand Prix von Argentinien! Marc Marquez war der Mann der Startphase und hatte bereits vier Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes, doch Valentino Rossi startete mit dem härteren Hinterreifen eine sensationelle Aufholjagd und schnappte sich nach einem knallharten Duell mit Marquez, das nach einer Kollision für den Repsol-Honda-Pilot mit einem Sturz endete, den Sieg. Andrea Dovizioso wurde Zweiter, Cal Crutchlow fuhr Rang drei ein.

Am Start übernahm Aleix Espargaro, der von Platz zwei ausgezeichnet weg kam, die Führung von Polesetter Marc Marquez. Jorge Lorenzo gelang ebenfalls ein sehr guter Start, der ihn von Rang fünf auf drei nach vorne brachte. Auf der langen Gegengeraden übernahm Marquez bereits in Runde eins die Führung von Aleix Espargaro. Lorenzo versuchte ebenfalls sofort am Suzuki-Piloten vorbeizugehen, doch Espargaro hielt fast eine Runde lang in einem sehenswerten Zweikampf dagegen.

Von diesen Spielchen zwischen Lorenzo und Espargaro profitierte natürlich Marquez, der sich bereits im ersten Umlauf um mehr als acht Zehntel absetzen konnte. In der folgenden Runde wurde Espargaro hart durchgereicht und fand sich bald nur noch auf Rang sieben wieder. Cal Crutchlow übernahm unterdessen das Kommando in der Verfolgergruppe vor den beiden Ducatis von Andrea Dovizioso und Andrea Iannone. Dahinter lagen die Werks-Yamahas mit Jorge Lorenzo und Valentino Rossi, der sich von Startplatz acht bereits nach vorne gearbeitet hatte.

Rossi startet Aufholjagd

Im sechsten Umlauf schnappte Rossi auch seinen Teamkollegen Lorenzo und machte Jagd auf die Ducatis und Crutchlow. Iannone kassierte er in Runde neun und nahm nun Crutchlow ins Visier, der bereits eine Runde zuvor Dovizioso Platz machen musste. Schon im nächsten Umlauf leistete sich der Brite einen Fehler und Rossi schlüpfte durch auf Rang drei. Wenig später war auch Dovizioso fällig und Rossi nun erster Verfolger von Marquez. Der Abstand zwischen den beiden Superstars betrug zu diesem Zeitpunkt gut vier Sekunden.

Der italienische Altmeister konnte den Rückstand Stück für Stück verkleinern. Er hatte als einziger Pilot unter den Top-Five auf den extraharten Hinterreifen gesetzt, was in der Schlussphase einen Vorteil bringen sollte. Mit Fortdauer des Rennens wurde Rossi immer schneller, im achtletzten Umlauf nahm er Marquez mit einer persönlichen besten Runde schon neun Zehntel ab. In dieser Tonart ging es weiter. Der weichere Hinterreifen an Marquez' Honda ließ bei der relativ hohen Streckentemperatur von 36 Grad sichtlich nach.

Kollision zwischen Rossi und Marquez

In der drittletzten Runde war Rossi schließlich an seinem 14 Jahre jüngeren Widersacher dran, es kam zum Duell der Giganten. Im nächsten Umlauf versuchte Rossi seinen ersten Angriff, doch Marquez konnte kontern. Am Ende der langen Gegengeraden versuchte Rossi es erneut, Marquez wollte erneut kontern, fuhr dem Italiener aber ans Hinterrad und stürzte. Für ihn war das Rennen zu Ende.

Rossi fuhr den Sieg cool nach Hause, Andrea Dovizioso kam auf einen ungefährdeten zweiten Platz. Cal Crutchlow überholte praktisch auf der Ziellinie noch Andrea Iannone und schnappte sich so den letzten Platz auf dem Podium. Jorge Lorenzo wurde Fünfter vor Bradley Smith. Dahinter folgten die Espargaro-Brüder Aleix und Pol. Scott Redding wurde Neunter, Maverick Vinales Zehnter. Danilo Petrucci holte als Elfter die einzigen Punkte für Pramac, nachdem Yonny Hernandez mit einem kapitalen Motorschaden ausschied. Jack Miller war als Zwölfter bester Open-Pilot vor Hector Barbera. Loris Baz belegte Rang 14 und ließ so seinen Forward-Teamkollegen Stefan Bradl hinter sich, der nur 15. wurde.

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