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Ducati-Piloten erleben Höhen und Tiefen: Gute Bremsleistung versus schlechte Kurvenlage

Bild vergrößernAndrea Dovizioso hatte zumindest etwas Grund zur Freude
Ducati kämpft am Sachsenring wieder mit altbekannten Problemen. Auf der Bremse ist man der Konkurrenz sogar voraus, in den Kurven dafür chancenlos.

Der erste Trainingstag am Sachsenring ging für das Ducati-Werksteam, beinahe schon wie gewohnt, frustrierend zu Ende. Andrea Dovizioso war als Neunter der schnellere des Duos, doch kann ein derartiges Resultat klarerweise nicht der Anspruch einer Werksmannschaft sein. Dennoch durfte sich der Italiener über ein kleines Erfolgserlebnis freuen. In Sektor eins, der hauptsächlich durch das Anbremsen auf Kurve eins bestimmt wird, hatte er die Nase vorne.

"Es ist schön, zumindest in einem Sektor Schnellster zu sein. In Kurve eins kann ich richtig hart bremsen. Das ist sicher positiv für das Rennen, weil das auf dieser Strecke eine sehr gute Überholmöglichkeit ist", freute sich Dovizioso und fand noch weitere positive Aspekte. "Unser Topspeed ist ziemlich gut und wir sind nur etwas mehr als eine halbe Sekunde von der Spitze entfernt. Meine Rundenzeiten heute waren ziemlich schnell, wenn man sie mit dem Vorjahr vergleicht. Außerdem bin ich nach zehn Runden auf einem Reifensatz nur eine Zehntelsekunde langsamer geworden."

Dennoch will der Weltmeisterschaftsvierte die offensichtlichen Schwächen seiner Desmosedici nicht leugnen: "Es ist für uns schwierig, konstant zu sein, weil wir in den Kurven mit unserem Motorrad ziemlich beschränkt sind und der Sachsenring nun einmal eine kurvige Strecke ist. Da sind wir noch nicht gut genug und müssen uns verbessern."

Crutchlow: Muss das Bike auch um die Kurve bewegen

Cal Crutchlow landete am Freitag auf dem 13. Platz. "Es war ein schwieriger Tag für alle Ducati-Piloten. Wir müssen hart arbeiten, um im Qualifying und Rennen eine Chance zu haben. Es ist schwierig, weil alle Fahrer, so nah zusammen liegen. Ansonsten war es für uns alle ein normaler Freitag am Sachsenring - ein paar Stürze, ein bisschen Drama", scherzte der Brite.

Er und auch Dovizioso waren im letzten Sektor trotz zweier harter Bremspunkte vor den Kurven zwölf und 13 nicht so schnell wie die Konkurrenz von Honda und Yamaha. Crutchlow weiß warum: "Das sind zwar Kurven mit harten Bremspunkten, aber es sind dennoch normale Bögen und keine Haarnadeln. Man muss das Bike also auch schnell um die Kurve herum bewegen. Es gibt nur eine Kurve, in der es hauptsächlich auf das Bremsen ankommt. Das ist Kurve eins und dort war Dovi der Schnellste. Das zeigt seine Stärke in den Bremszonen und die Stärke des Motorrads. Wir sehen aber auch, dass wir in allen anderen Bereichen viel verlieren."

© MotoGP und Motorrad News von Motorsport-Magazin.com

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