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Marc Marquez krönt sich zum Weltmeister: Lorenzos Sieg reicht nicht

Bild vergrößernMarc Marquez ist der jüngste MotoGP-Weltmeister der Geschichte
Ein Sieg von Jorge Lorenzo im letzten Rennen der MotoGP-Saison reichte nicht, Marc Marquez ist der neue Weltmeister der Königsklasse.

Sieben Jahre mussten die MotoGP-Fans auf eine Titelentscheidung im letzten Rennen warten, nun war es endlich wieder so weit. Honda gegen Yamaha, Rookie gegen Weltmeister, Marc Marquez gegen Jorge Lorenzo - so lautete das Duell. Marquez führte die Weltmeisterschaft nach 17 von 18 Rennen mit 13 Zählern Vorsprung an. Lorenzo benötigte also einen Sieg, zugleich durfte Marquez nicht besser als Vierter werden. Die Pole Position sicherte sich aber Marquez, Lorenzo landete auf Rang zwei, neben den beiden Rivalen stand Dani Pedrosa in Reihe eins. Dahinter gab es eine reine Yamaha-Reihe-zwei. Lorenzo musste auf die Unterstützung seiner dort startenden Kollegen Rossi, Crutchlow und Smith hoffen.

Lorenzo erwischte wie gewohnt den besten Start in das Rennen und setzte sich sofort in Front. Auch Pedrosa konnte Polesitter Marquez überholen, der musste sich auf Rang drei einordnen, hinter ihm lag Rossi auf Platz vier. Dieser wurde aber bald von Bautista überholt, Marquez hatte nun also einen "Honda-Polster" hinter sich, ein weiteres Plus für den WM-Leader.

n der Spitze tobte in den ersten Runden ein sensationeller Zweikampf zwischen Lorenzo und Pedrosa. Unzählige Male wechselte die Führung zwischen den Beiden, jedes Manöver zu beschreiben würde den Rahmen dieses Rennberichts sprengen. In Runde sechs wäre es zwei Mal beinahe zur Kollision gekommen. Das Stadion am Ricardo-Tormo-Circuit tobte, bekam es doch schließlich einen der besten Zweikämpfe der letzten Jahre zu sehen. Marquez sah sich das Geschehen von Rang drei aus an, er hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Grund zu reagieren.

In Runde neun kam es dann zur Kollision zwischen Lorenzo und Pedrosa in Kurve zwei. Pedrosa rutschte auf Rang fünf zurück, Lorenzo musste Marquez durchlassen, der die Führung übernahm. Schon im nächsten Umlauf holte sich der Weltmeister aber wieder die Führung zurück. Marquez griff Lorenzo wenige Kurven später erneut an, musste aber zurückstecken. Lorenzo behielt die Führung, Marquez lag dahinter und hinter ihm machte nun Rossi Jagd ihn. Der Altmeister hatte sich ebenso wie Pedrosa wieder an Bautista vorbeigeschoben. Rossi war zu diesem Zeitpunkt aber das einzige Verbliebene Yamaha-Ass im Ärmel, nachdem sich Crutchlow mit einem Sturz verabschiedet hatte und Smith nur auf Rang sieben war.

Rossi musste in Runde 13 aber bereits wieder Pedrosa Platz machen, der sich erneut seinen Weg nach vorne bahnte. Zur Halbzeit des Rennens zog Lorenzo von Marquez davon, was für ihn aber wenig Bedeutung hatte, so lange Marquez noch auf Rang zwei lag. Alles deutete darauf hin, dass das auch so bleiben würde. Nach zwei Dritteln der Renndistanz hatte sich das Feld auseinandergezogen. 1,7 Sekunden trennten Lorenzo und Marquez, dieser lag 0,8 vor Pedrosa, der wiederum 2,3 vor Rossi und dieser weitere 1,3 vor Bautista. Nun konnte nur noch ein Sturz oder ein technischer Defekt den Rookie bremsen.

Es sollte aber nichts dergleichen mehr passieren. Lorenzo gewann den Grand Prix, Marc Marquez ließ zwar Pedrosa noch vorbei, sicherte sich mit einem ungefährdeten dritten Platz aber den Weltmeistertitel in der MotoGP-Klasse. Als erster Rookie seit Kenny Roberts 1978 und als jüngster Pilot der Geschichte. Eine unglaubliche Leistung des 20-Jährigen aus Cervera. Eine unglaubliche Saison ist Geschichte, Jorge Lorenzo und Marc Marquez zeigten sensationelle Duelle, aber Marquez machte über die Saison betrachtet weniger schwerwiegende Fehler. Wir sagen "Danke" für einen großartigen Zweikampf und verneigen uns vor dem neuen MotoGP-Weltmeister Marc Marquez.

© MotoGP und Motorrad News von Motorsport-Magazin.com

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