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Schlechte Zeit bei Ducati setzt Burgess zu: Die Ziele verfehlt

Bild vergrößernJeremy Burgess hatte sich bei Ducati mehr erwartet
Valentino Rossis Crewchief Jeremy Burgess hat zugegeben, dass ihn die schlechten Jahre bei Ducati den Rest seines Lebens beschäftigen werden.

Nach außen hin mag Valentino Rossi am meisten darunter gelitten haben, dass er und die Ducati einfach nicht miteinander funktionieren wollten. Hinter den Kulissen ist es aber vor allem sein Crewchief Jeremy Burgess, dem die zwei schlechten Saisons mit dem italienischen Hersteller zusetzen. Nur drei Mal kam Rossi in 35 Ducati-Rennen auf das Podest, wirklich um den Sieg konnte er nie mitfahren. 2013 geht es nun zu Yamaha zurück, wo das Duo Rossi-Burgess wieder an den Erfolg früherer Tage anschließen will. Doch selbst wenn das gelingt, Burgess wird die Zeit bei Ducati nicht mehr loslassen.

"Ich hatte das Gefühl, wir hätten besser sein können, als wir es waren. Das wird mich bis ins Grab verfolgen, denn wir haben in den zwei Jahren nicht die Ziele erreicht, die wir uns gesteckt haben. Wir gewannen kein Rennen, wir gewannen keine Weltmeisterschaft und wir konnten Valentino nicht für die weitere Zukunft bei Ducati halten. Das waren die Hauptziele. Wir hatten ein paar Podestplätze, aber drei bei 35 Rennen ist sicher nicht das, worauf wir gehofft haben und das war enttäuschend", sagte Burgess MCN.

Wenigstens ein drittes Jahr

Als absoluten Tiefpunkt erachtete der Australier, dass Rossi die letzten Jahre seiner Karriere nicht bei Ducati verbringen wollte, sondern lieber wieder zu Yamaha ging. Burgess ist überzeugt, durch den Verkauf des Herstellers an Audi wird sich der Fokus mehr darauf verschieben, was alles erreicht werden kann und muss. Daher hatte er gehofft, Rossi würde zumindest noch ein Jahr bleiben. "Ich verstehe, dass er konkurrenzfähig sein will, aber ich habe immer noch das Gefühl, wir haben nicht das erreicht, was wir erreichen wollten und unter diesem Gesichtspunkt hätte Ducati wirklich Druck, um im dritten Jahr Leistung zu zeigen."

Die Rückkehr zu Yamaha empfand Burgess allerdings nicht als demütigende Erfahrung. Vier Titel und 46 Rennsiege konnte Rossi bei seinem ersten Aufenthalt dort feiern, nun sollen weitere Erfolge hinzukommen. Burgess tut es nur für andere Leute leid, die nun bei Yamaha keinen Platz mehr haben, weil Rossis Crew mit zurückkommt. "Die Rückkehr zu Yamaha als peinlich zu bezeichnen, ist wohl der falsche Ausdruck, aber Valentino hat da einen Rettungsanker zugeworfen bekommen und wir hängen mit an der Schnur. Ben [Spies] geht und was mich betrifft, so ist sein Crewchief auch weg. Aber es gibt andere Leute bei Yamaha, die gute Mechaniker sind und raus gedrängt wurden. Diese Jungs müssen Hypotheken bezahlen und Familien ernähren und jetzt suchen sie nach Arbeit. Das gibt mir kein tolles Gefühl, aber so ist die MotoGP jetzt. Es gibt nicht viele Jobs."

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