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Marquez startet in Valencia von ganz hinten: Bestrafung nach dem Corsi-Manöver

Bild vergrößernMarc Marquez muss für sein Fehlverhalten büßen
Sein Manöver gegen Simone Corsi im zweiten Moto2-Training von Valencia kommt Marc Marquez teuer zu stehen. Er muss am Sonntag von ganz hinten starten.

Marc Marquez' Manöver gegen Simone Corsi kurz vor Ende des zweiten Moto2-Trainings in Valencia blieb nicht ohne Konsequenzen. Der Moto2-Weltmeister wurde von der Rennleitung für das Rennen am Sonntag ans Ende der Startaufstellung verbannt. Marquez hatte versucht, sich innen an Corsi vorbeizudrücken und dabei den Italiener in einen Sturz geschickt, was die Regelwächter als unverantwortlich ansahen und deswegen keine andere Möglichkeit sahen, als eine Strafe auszusprechen. Marquez schien sich seiner Schuld schon früh bewusst zu sein, da er sich direkt nach dem Training bei Corsi entschuldigen wollte.

Schon vor der Entscheidung hatte das Manöver für Gesprächsstoff gesorgt und Valentino Rossi war nicht gerade begeistert davon, wie sein zukünftiger MotoGP-Rivale Marquez zu Werke gegangen war. "Ich denke, Marquez machte da einen großen Fehler. Am Freitagnachmittag ist nicht die Zeit, um bei einem Fahrer so reinzugehen, der noch dazu langsamer ist und die Bedingungen waren auch noch schwierig. Sicher will Marquez da nicht, dass Corsi stürzt, aber er riskierte aus meiner Sicht zu viel. Das muss man am Freitagnachmittag nicht. Das ist ein schneller Streckenteil und das Risiko, sich zu verletzen, ist groß. Ich denke, Corsi ist wegen Marquez etwas verärgert. Man muss da ruhig bleiben, vor allem wenn es nicht nötig ist", sagte Rossi.

Gegen Marquez und seine Art hatte der Italiener an sich allerdings nichts einzuwenden. So seien sein Fahrstil, eine Fähigkeiten und seine Aggressivität durchaus etwas, das man gerne beobachte. "Ein talentierter Junge mit 19 Jahren muss so sein. Aber manchmal ist es etwas zu viel. In der MotoGP ist der Speed viel höher und es ist viel gefährlicher, daher wird er wohl von Natur aus etwas ruhiger sein." Marquez' zukünftiger Teamkollege bei Repsol Honda, Dani Pedrosa, wollte sich in die Sache vorerst nicht einmischen, wobei er durchaus ein Muster bei seinem Landsmann sah. "Das war nicht anders als vorher. Sprecht aber besser mit den Leuten, die ihm etwas sagen können. Ich kann dazu nichts sagen. Ich fahre MotoGP und fahre jetzt noch nicht gegen ihn."

Andrea Dovizioso fügte noch einen weiteren Blickwinkel hinzu, Marquez sei etwas zu aggressiv, ja, aber auf der anderen Seite. "Die Situation ist vielleicht ein bisschen ähnlich wie wir sie mit Simoncelli hatten. Er macht das nicht absichtlich, er hat nur ein anderes Verständniss für das Limit, als andere Fahrer. Für ihn ist es normal, er will niemanden verärgern. Meine Antwort darauf ist, dass er das ändern muss."

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