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Magneti Marelli liefert ab 2013 ECU für alle: Der Standard-Elektronik einen Schritt näher

Bild vergrößernBald könnten alle mit der gleichen Elektronik fahren
Dorna und Magneti Marelli haben sich auf eine Zusammenarbeit geeinigt, wonach ab 2013 alle Teams kostenlos Zugriff auf ECU und Service des Herstellers haben.

Der erste Schritt zu einer Einheits-Elektronik für die gesamte MotoGP ist getan. Rechteinhaber Dorna hat mit Magneti Marelli eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach der Hersteller ab dem Jahr 2013 ein Elektronik-System liefert, das jedem MotoGP-Team zur Verfügung steht, das es nutzen will. Zu diesem Zweck wird Magneti Marelli in seinem Werk in Bologna ein eigenes MotoGP Forschungs- und Entwicklungszentrum einrichten. Wer sich für das System entscheidet, bekommt die komplette ECU, das Sensoren-Paket, den Data-Logger und alle nötigen Anschlüsse, Kabel und Schalter, um es zu nutzen.

Interessant für CRTs

So gesehen wird also ein Gesamtpaket geliefert und laut Statement stellt das System die beste technologische Option von Magneti Marelli dar. Volle Unterstützung auf und neben der Strecke für das Elektronik-System wird ebenfalls geboten, damit die Teams es entwickeln und richtig abstimmen können. Besonderer Anreiz dürfte sein, dass es für jeden Interessenten gratis zur Verfügung steht. Yamaha und Ducati nutzen bereits relativ ähnliche Systeme auf ihren Werksmaschinen, daher dürften besonders CRTs begeistert sein, nun die Möglichkeit zu haben, ohne zusätzliche Kosten selbst darauf zugreifen zu können.

Vorerst ist der Einsatz des Magneti Marelli Systems freiwillig, aber es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass dies nur der erste Schritt ist, um in weiterer Folge eine Standard-Elektronik verpflichtend zu machen, bei der auch gleich ein Drehzahllimit und andere Einschränkungen eingebaut sind. Momentan wird allerdings noch darum gestritten, wann und ob eine verpflichtende Einheits-Elektronik kommt und die Hersteller sind bei diesem Thema verschiedener Meinung. Ducati ist bereit, die Standard-ECU zu akzeptieren, Yamaha möchte lediglich der Einführung der Standard-Hardware zustimmen, aber bei der Software freie Hand behalten.

Honda wehrt sich

Da Yamaha aber ohnehin schon beinahe identische Hardware besitzt, ist das eigentlich kein echtes Zugeständnis. Größter Prellbock ist derweil noch Honda, wo sogar mit Ausstieg gedroht wird, sollte die Einheits-Elektronik kommen. Da Honda zu den wichtigsten Teilnehmern der MotoGP gehört, ist das ein gewisses Risiko, allerdings hatte der Hersteller schon früher mit Ausstiegen gedroht, um seine Ansichten durchzusetzen. Aktuell argumentiert man damit, dass man die MotoGP nutze, um Elektronik für die Straße zu erforschen, wobei die Dorna meint, andere Hersteller schafften das ebenfalls - ohne MotoGP-Einsatz.

© MotoGP und Motorrad News von Motorsport-Magazin.com

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