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Teamrückblick: Ducati Marlboro: Der Kranke und das Heim-Kind

Bild vergrößernCasey Stoner und Nicky Hayden durchlebten eine schwierige Saison, arbeiten aber wo es ging zusammen.
Casey Stoner legte 2009 eine Krankheitspause ein, Nicky Hayden ist das Heimkind und feierte seinen größten Saisonerfolg in den USA.

Alle Jahre wieder heißt es beim Saisonauftakt in Katar: Füße stillhalten. Casey Stoner ist in der Wüste einfach nicht zu schlagen. Dabei ist es dem Australier egal, ob es gerade einmal regnet und das Rennen eben auf den Montag verschoben werden muss. Losail ist auf fruchtbarem Stoner-Boden gebaut. Dort geht gegen den Ducati-Star gar nichts.

Anders war das bei seinem neuen Teamkollegen Nicky Hayden. Der hatte in Katar im Qualifying einen heftigen Highsider, wobei er ordentlich durchgeschüttelt wurde und sich einige blaue Flecken zuzog. Insgesamt waren zu Saisonbeginn viele Augen auf den Weltmeister von 2006 gerichtet. Nicht nur bei Ducati war man der festen Überzeugung, dass Hayden der Zweite neben Stoner werden würde, der die Desmosedici in den Griff bekommt. Gerade auch weil Hayden für seinen wilden Fahrstil bekannt war, weil man wusste, dass er gern driftende Motorräder fährt und weil er, wie Teamkollege Stoner, eine Vergangenheit im Dirt Track-Sport hatte. Doch so richtig in Fahrt kam der US-Amerikaner zunächst nicht.

Währen Stoner in den ersten fünf Rennen zwei Siege, einen dritten, einen vierten und einen fünften Rang holte, musste sich Hayden mit den Plätzen 15, drei Mal 12 und einem Ausfall begnügen. Hayden kam nur schlecht in Fahrt, brauchte lange, ehe er die Ducati in den Griff bekam. Doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger Marco Melandri verlor das Kentucky-Kid nicht den Mut, die Begeisterung und den Elan. Er entwickelte, er schaute, spekulierte und probierte. Ducati wusste dies zu schätzen und stellte für Hayden sogar die Technik-Crew um. Ab Le Mans hatte er einen zusätzlichen Techniker zur Seite.

Erster Mugello-Sieg für Ducati, dann Krankheit

Stoner holte in Mugello den ersten Sieg seiner Marke Ducati auf jener Piste. Danach ging es beim Australier abwärts, bei Hayden aber aufwärts. Der Weltmeister von 2007 hatte in Catalunya erstmals sichtliche Probleme mit seiner Gesundheit. Er war ausgelaugt, konnte sich nach dem Rennen in der sengenden Hitze kaum mehr auf den Beinen halten und musste gestützt werden. Stoner war nur noch ein Gespenst. Mit Rossi und Lorenzo hatte er nicht mithalten können. Doch wo andere Piloten an die Box fahren und aufgeben, biss er sich durch und rettete den dritten Rang nach Hause. Wenige Tage später folgte das Rennen im niederländischen Assen. Dort waren die Temperaturen merklich kühler, doch wieder brach Stoner nach dem Rennen fast zusammen. Den dritten Rang hatte er trotzdem noch retten können. In Laguna Seca wurde er nur noch Vierter - Pedrosa war wieder genesen und erstarkt.

Laguna war auch vorerst der Gipfel der Steigerung bei Hayden. Dass der US-Amerikaner diese Piste mag, ist schon länger bekannt. Schließlich hatte er sich dort seinen ersten MotoGP-Sieg holen können und insgesamt zwei Mal auf dieser Strecke gewonnen. Die Plätze zehn und acht aus den vorangegangenen Rennen konnte Hayden beim Heimrennen mit Platz fünf toppen. Dies war schon ein klares Anzeichen dafür, dass der Neu-Ducatisti mit seiner Truppe wirklich in die richtige Richtung arbeitete.

Beim folgenden Lauf im Donington Park konnte man zwischen Stoner und Hayden keinen Unterschied ausmachen. Für beide war das Antreten dort ein reinstes Desaster geworden. Bei Nieselregen waren die beiden Werks-Ducati-Fahrer die Einzigen, die auf Regenreifen ausrückten. Dafür wurden sie gnadenlos bestraft, da es bei Niesel blieb und man zwar nicht unbedingt bequem, dafür aber doch viel schneller mit Slickreifen unterwegs sein konnte. Sie belegten die Ränge 14 und 15, wurden beide überrundet. Hayden und Stoner wurden zum Gespött der Szene. Doch andersherum hätten beide auch die großen Helden werden können - wenn es kurz nach dem Start richtig geregnet hätte, wären sie auf und davon gewesen, ehe die Konkurrenz überhaupt den Boxenstopp vorbereitet hätte.

Falsche Reifen, Heimkind Hayden siegt in Indy

Doch der Reifenpoker von Donington sollte nicht das dramatischste Ereignis der Ducati-Saison werden oder bleiben. Nach Großbritannien ging es in eine kleine Sommerpause - aus der Casey Stoner nicht zurückkehrte. Der Australier ließ verkünden, dass er sich zuhause erholen würde und die nächsten drei Rennen in Brünn, Indianapolis und Misano nicht bestreiten würde. Dies bot zum Einen reichlich Platz für Spekulationen, zum Anderen aber bedeutete dies auch Chancen für Mika Kallio, Aleix Espargaro und Michel Fabrizio. Die "Zerpflückung" Stoners in den Medien wurde prinzipiell nur etwas vertagt, da in Brünn und Indianapolis vor allem die Vertragsabschlüsse von Lorenzo, Pedrosa und Dovizioso im Mittelpunkt standen - auch wenn sie in Teilen nachverhandelt werden mussten.

Während Stoner also in Australien zum Fischen ging, seine Ernährung überprüfen ließ und einen Arzt nach dem Anderen aufsuchte, war es an Hayden, die Ducati-Fahnen hoch zu halten. Mit Rang sechs in Brünn unterstrich Hayden den Aufwärtstrend ein weiteres Mal. Beim darauffolgenden Rennen in Indianapolis, was noch viel eher sein Heimrennen als Laguna Seca ist, holte er sich mit Rang drei sein erstes Ducati-Podest, das Einzige in dieser Saison. Hayden ist eben doch irgendwie ein Heimkind - die größten MotoGP-Erfolge und Platzierungen feierte er immer in seiner Heimat. Doch auch San Marino hätte ein großartiges Rennen werden können - wenn es nicht durch Alex de Angelis bereits in der zweiten Kurve nach dem Start beendet worden wäre. Hayden war dermaßen sauer, dass er gleich auf de Angelis losstürmte und sich nur mit Mühe und Not ein Zuschlagen verkneifen konnte.

Ein Rennen später war Stoner wieder da. Keine Ermüdungserscheinungen mehr, keine Schwächeanfälle. Einfach Stoner-pur. Mit Rang zwei hinter dem entfesselten Lorenzo meldete sich der Ducati-Star in Estoril zurück. Zwei darauffolgende Siege ließen keine Zweifel mehr daran aufkommen, dass Stoner wieder fit und wieder da war. Und auch nicht daran, dass man ihn in der aktuellen MotoGP-Ära immer auf der Rechnung haben muss - wenn er nicht gerade in der Aufwärmrunde stürzt, wie beim Finale in Valencia.

Haydens Saisonfinale verlief in drei von vier Fällen gut. Lediglich in Australien sprach das Ergebnis nicht für ihn. Dort wurde der US-Amerikaner gleich am Start von Lorenzo in die Wiese gedrängt und musste dann der Meute hinterher donnern. Mehr als Rang 15 war somit nicht drin. Doch ein weiterer achter Rang zuvor in Estoril und zwei fünfte Plätze bei den letzten beiden Rennen des Jahres 2009 lassen hoffen, dass Hayden die Bändigung der Desmosedici fast abgeschlossen hat und schon bald wieder ganz vorne mitmischen wird. Seine Ducati-Leistungskurve zeigte diese Saison jedenfalls steil nach oben.

© MotoGP und Motorrad News von Motorsport-Magazin.com

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